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Zusammensetzung
Der Nährwert der Atemoya ähnelt sehr dem frischer Bananen: Sie liefert 94 kcal/100 g und enthält im Schnitt pro 100 g: 24 g Kohlenhydrate, 1 g Proteine, 0,5 g Fette und 74 g Wasser. Die am stärksten vertretenen Mineralstoffe sind Kalium (250 mg/100 g), Magnesium (32 mg/100 g) und Kalzium (17 mg/100 g).
Ihr Vitamin-C-Gehalt (50 mg/100 g) ist mit dem der Orange vergleichbar. Natürliches Vitamin C erleichtert die Aufnahme von Eisen, das wichtig zur Vorbeugung von Blutarmut ist. Der empfohlene Tagesbedarf an Vitamin C liegt bei 60 mg für Kinder und 80 mg für Jugendliche und Erwachsene.
Beschreibung
Kreuzungen zwischen verschiedenen Fruchtsorten kommen mit oder ohne menschliche Eingriffe häufig in der Natur vor und tragen zur Entwicklung der Arten bei (vgl. § 6- Geschichte und Anekdoten). Die Atemoya ist dafür eines der besten Beispiele: Sie ist ein Hybrid aus zwei anderen Annonenarten: der Cherimoya und dem Zimtapfel.
Die Atemoya ist herzförmig, etwa 10 cm lang und 8 cm breit. In ihrer Schale vereint sich die frühlingsgrüne Farbe der Cherimoya mit den noppigen Schuppen des Zimtapfels. Die Schuppen der Atemoya sind jedoch schmaler und spitzer, nur an den Enden etwas abgerundet. Die Atemoya wiegt zwischen 300 und 500 g, in Ausnahmefällen über 1 kg.
Ihr Fruchtfleisch ist so schneeweiß wie das der Cherimoya und köstlich aromatisch. Für viele liegt ihr Geschmack zwischen Erdbeereis und Vanillejoghurt. Ihre Kerne sind hart, schwarz und glänzend, etwa bohnengroß.
Verzehr 
In ihren Erzeugerländern wird die Atemoya meistens für Nachspeisen verwendet. Sie bedarf aber weder Zubereitungen noch Rezepte, um ihr köstliches Sahneeis-Aroma voll zu entfalten und lässt sich ebenso gut in ihrer Naturversion verzehren.
Verspeisen Sie die Atemoya am besten mit einem Teelöffel, nachdem Sie die Frucht halbiert oder geviertelt haben. Bei großen Früchten, die nicht vollständig in einer Mahlzeit verzehrbar sind, genügt es, die Feuchtigkeit an der angeschnittenen Oberfläche mit etwas Küchenpapier abzutupfen und die Fruchtstücke an einem kühlen und luftigen Ort oder im Kühlschrank aufzubewahren.
Ernte, Lagerung und Reifung
Bei der Atemoyaernte lassen viele Anbauer einen Teil des Stiels an der Frucht, damit sie sich länger hält. Da die Früchte nicht alle zur selben Zeit reif werden, muss man im Abstand von einigen Tagen mehrmals ernten.
Die Atemoya kann an einem kühlen, schattigen Ort etwa zehn Tage lang aufbewahrt werden. Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 12 und 20 °C, vollreif hält sie sich jedoch auch sehr gut im Kühlschrank. Ihre Schale kann sich dabei dunkel färben, ohne dass dies einen Einfluss auf das Innere der Frucht hat.
Die Atemoya hat ihre physiologische Reife erreicht, wenn ihre Schuppen eine gelblich-weiße Farbe annehmen. Die Essreife lässt sich daran feststellen, dass die Frucht auf Druck nachgibt.
Botanik
Beschreibung des Baumes
Der Atemoyabaum ist ein schnellwachsender Baum, der bis zu 10 m hoch werden kann. Ausgewachsen trägt er etwa fünfzig Früchte pro Jahr. Die Zweige biegen sich unter dem Gewicht der Früchte manchmal bis zum Boden. Die Blätter sind wechselständig, ellipsenförmig und bis zu 15 cm lang. Ihre gelben Blüten haben eine Länge von etwa 6 cm und eine Breite von rund 4 cm. Sie sind außerdem zwittrig wie alle Blüten der Gattung Annona und öffnen sich im Wechsel am Nachmittag alle zwei Tage in ihrer weiblichen und an den übrigen Tagen in ihrer männlichen Form. Selbstbestäubung oder direkte Bestäubung ist jedoch selten. Die Bestäubung erfolgt größtenteils über den Wind oder mit Hilfe von Insekten.
Saison
Die Saison der Atemoya ist je nach Herkunftsort verschieden: In Florida wird sie im Herbst reif, während die Erntezeit in Australien zwischen April und Mai liegt.
Bodenqualität
Der Baum ist bezüglich der Art des Bodens nicht sehr anspruchsvoll, er begnügt sich sowohl mit sandigem als auch mit lehm- oder basalthaltigem Boden. Dennoch bevorzugt er eine nicht zu schwere, humusreiche Erde, die vor allem nicht zu feucht sein darf; stehendes Wasser kann ihn zugrunde richten.
Klimatische Anforderungen
Die bevorzugten Gebiete des Atemoyabaumes beschränken sich auf die Tropen und Subtropen. Er gedeiht also überall, wo warme Winde wehen und das Klima feucht ist. Ständiger Regen während der Reifezeit kann jedoch zum Aufplatzen der Schale führen und den Vertrieb der Früchte erschweren.
Sorten und Verbreitung
Die Atemoya wird auf mehreren Kontinenten angebaut. Man unterscheidet verschiedene Sorten:
Die ersten bekannten Sorten sind in den Vereinigten Staaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgetreten (vgl. § 6-Geschichte und Anekdoten): Ihre Namen lauten Page und Bradley.
Die African Pride ihrerseits kommt ursprünglich aus Südafrika; in den sechziger Jahren wurde sie in Florida eingeführt und errang bald größere Beliebtheit als alle anderen bis dato in Nordamerika vertriebenen Sorten.
Auch Ägypten zählt zu den Erzeugerländern von Atemoyas, dort baut man die Cherimata und die Finny an.
In Australien baut man vor allem die Mammouth und die Island Beauty an.
Daneben gibt es um die zehn aus Israel stammende Sorten wie die Keller, Geffner, Bernitski oder auch die Prietsly, die allesamt schnell nach Florida exportiert wurden.
Geschichte und Anekdoten 
1908 in Miami führte der amerikanische Gärtner P.J. Wester erstmalig eine Kreuzung zwischen Zimtapfel und Cherimoya durch. Die Pflanzen trugen 1914 ihre ersten Früchte. Sie wurden „Atemoya“ getauft, eine Zusammensetzung aus ate, dem mexikanischen Namen für Zimtapfel und moya, der Endung von Cherimoya.
Daraufhin pflanzten Farmer aus dem Süden Floridas die Bäume und behielten sie auch noch nachdem das allgemeine Interesse an dieser Frucht bereits nachgelassen hatte. Heute halten sich weiterhin einige kleine Anbauer aus dieser Region und exportieren ihre Früchte in den Norden des amerikanischen Kontinents.
In Israel traten in den vierziger Jahren spontan Hybride zwischen angrenzenden Cherimoya- und Zimtapfelplantagen auf. Diese Früchte glichen den amerikanischen Atemoyas in allen Merkmalen. Man begann daraufhin zu forschen, um die besten Sorten für den lokalen Anbau und für den Export zu standardisieren.