Botanik 
Die Kokospalme gehört zur Familie der Palmengewächse, ist also botanisch gesehen kein Baum. Ihr Stamm ist in Wirklichkeit ein riesiger Stängel, der eine Höhe bis zu 30 m erreichen kann. Er wächst nicht wie übliche Bäume in konzentrischen Schichten in die Breite, sondern durch die allmähliche Zunahme seines Oberteils in die Höhe, wo seine Blätter entsprießen und sich erneuern. Auf seinem Wipfel sitzt ein Bündel noch weißer und eingerollter Blätter: das Palmenherz, das wir ebenfalls in unserer Auswahl haben. Um diese Knospe herum findet man Stauden langer Blätter, die Palmenwedel, die bis zu sechs Meter lang werden können. Die ältesten fallen herunter und lassen dabei ringartige Narben in der Rinde zurück. Die sehr feinen Blättchen werden kaum vom Wind erfasst. Neben der hohen Flexibilität des Stammes verdankt ihnen die Kokospalme ihre hohe Widerstandsfähigkeit gegen Zyklone.
Zu jeder Saison findet man auf einer Kokospalme mindestens ein Dutzend Nüsse in allen Reifegraden: Knospen, Blüten, grüne und reife Nüsse. Diese Früchte sind acht bis zehn Monate nach dem Aufblühen reif.
Lässt man die Kokosnuss am Baum, fällt sie nach dem Austrocknen des Stiels von selbst herunter. Nach einer gewissen Zeit in feuchtwarmer Umgebung fängt das erste Blatt an, aus der Nuss zu sprießen, genährt von dem Fruchtfleisch und der Wasserreserve, die diese enthält. Übrigens wird durch Anritzen der vollständig ausgebildeten Stängel Palmnektar gewonnen.
Heutzutage wird die Kokospalme in allen tropischen Gegenden der Welt und auf allen Böden angebaut, die einzige Bedingung sind regelmäßige Regenfälle. Auch wenn man sie an den Küsten Amerikas und Afrikas findet, bleiben Kokospalmen vordergründig asiatische und ozeanische Pflanzen. Über 90 % aller Kokosnüsse weltweit werden in diesen Gegenden angebaut.
Man unterscheidet vor allem zwischen zwei Arten von Kokospalmen: der typica, eine große und schnell wachsende Sorte, und der nana, oder Zwergkokospalme, die langsam wächst. Nach dem französischen Botaniker R. Bourdeix gibt es derzeit 34 klassifizierte Sorten (darunter 14 große Kokospalmen, 13 Zwergkokospalmen und 7 Hybride), auf 18 tropische Länder aufgeteilt (Cocotier : guide des variétés traditionnelles et améliorées, Éditions Diversiflora, 2005).
Lagerung 
Die von ihrem Mesokarp umhüllte Kokosnuss hält sich an einem kühlen Ort gelagert sehr gut mehrere Wochen lang. Ohne ihre Faserdecke, der Zustand in dem sie im Handel am häufigsten anzutreffen ist, halten Kokosnüsse zwei oder drei Tage bei Raumtemperatur, unabhängig davon, ob es sich um junge, halbreife, gekeimte, Kopyor- oder Butterkokosnüsse handelt. Reife Kokosnüsse halten sich unter denselben Bedingungen jedoch besser, etwa eine Woche lang. Der ideale Lagerplatz, vor allem für wasserreiche Nüsse, ist jedoch ein kühler Ort (der Kühlschrank z.B.), wo sie sich mindestens eine Woche lang aufbewahren lassen. Bei 1 oder 2 °C kann die Lagerdauer jedoch bei jungen Sorten bis zu drei Wochen und bei reiferen Sorten noch sehr viel länger betragen.
Was den Saft betrifft, so hält er sich außerhalb der Kokosnuss mehrere Tage im Kühlschrank. Bei Raumtemperatur nimmt er hingegen schon nach wenigen Stunden einen gärigen Geschmack an, der einige Liebhaber jedoch angenehm an Buttermilch erinnert.